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psychologische Beratungspraxis für  (Liebes)- Beziehungen

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Ich wünsche allen Paaren und Familien ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr. Mögen sich alle Ihre Wünsche erfüllen.

Ab dem 20.12.2019 bis zum 04.01.2020 bin ich nicht zu erreichen. Anfragen bis dahin bitte über das Kontaktformular.
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Partnerschaft und Gesundheit - Das hängt zusammen!

Eheberatung, Paartherapie Kreis Borken und Oberhausen
Veröffentlicht von in Eheberatung · 21 August 2019
Partnerschaft und Gesundheit – Das hängt zusammen!
Sie kennen das bestimmt. Zu Beginn einer Beziehung sieht die Welt noch rosarot aus und schon nach einer Weile mischt sich immer mehr grau hinein. Zu Beginn fühlen Sie sich super, unschlagbar, aktiv und stark und schon noch einer Weile lässt dieser Zauber wieder nach. Irgendwann trübt sich die Stimmung.

Neurologisch betrachtet schütten Sie zu Beginn einer Beziehung vor allem Serotonin aus. Ein körpereigener Stoff, der, sagen wir es mal salopp, für gute Laune sorgt. Dieser Serotoninüberschuss legt sich aber mit der Zeit, und die dauerhaft gute Laune verschwindet. Ein zu wenig an Serotonin wird für depressive Verstimmungen und Depressionen verantwortlich gemacht und so wundert es nicht, dass auch Antidepressiva, auf unterschiedlichen Wegen, hier ansetzen. Wenn die Beziehung zu Beginn einen so hohen Einfluss auf Ihren Hormonhaushalt hat, hat sie dann auch in anderen Bereichen einen Einfluss auf Ihren Körper – beeinflusst also ihre Körperfunktionen und damit ihre Gesundheit? Diese Frage lässt sich eindeutig mit JA beantworten. Beziehungen wirken sich auf die Gesundheit aus.
 
Doch der Reihe nach.


Das Stress-Support-Modell in Beziehungen
 
Nach dem Stress-Support-Modell in Beziehungen wirken unglückliche Beziehungen wie ein chronischer Stressor auf die Partner ein. Dieser chronische Stress aktiviert die körperlichen Stresssysteme und hat dadurch einen negativen Einfluss auf die Gesundheit. Diese negativen Einflüsse reichen von klassischen Herz-Kreislauferkrankungen bis zu psychischen Störungsbildern.
 
In positiven Beziehungen wirken sogenannte Haupt- und Puffereffekte. „Alleine die Tatsache, sich in einer festen Beziehung zu befinden, wird als Quelle sozialer Unterstützung gesehen. Ein hohes Maß an sozialer Unterstützung wiederum wird als gesundheitsförderlich betrachtet“ (Frisch et. al., 2016, S.61) Diesem Haupteffekt stehen Puffereffekte gegenüber. In einer positiven Beziehung werden von außen eintretende Stressoren als weniger bedrohlich wahrgenommen und lassen sich so abfedern. Damit fungieren Beziehungen wie ein Schutzschild gegenüber Stress. Ein wunderbarer Präventionsfaktor.
 

Allgemeines Gesundheitsverhalten
Auch im allgemeinen Gesundheitsverhalten unterscheiden sich positive Partnerschaften/Beziehungen und negative Partnerschaften/Beziehungen. So haben die Partner in positiven Beziehungen ein höheres positives Gesundheitsverhalten, als Partner, die in destruktiven oder negativen/unglücklichen Beziehungen leben. Dies zeigt sich beispielsweise im Konsum von Alkohol, im Essverhalten oder in der regelmäßigen Einnahme von Medikamenten, um beispielsweise allgemeine Gesundheitsrisikofaktoren zu senken. Sogar die Wundheildung entwickelt sich in positiven Partnerschaften besser als in destruktiven. So wurden beispielsweise teilnehmenden Paaren einer Studie vorab standardisierte Wunden appliziert.
 
Der Wundheilungsverlauf wurde über 12 Tage beobachtet. Es zeigte sich, dass Paare mit stark feindlichem Interaktionsverhalten eine langsamere Wundheilung aufwiesen. Gleichzeitig konnte auch eine Verbindung zwischen feindlicher Paarinteraktion und Entzündungsmarkern festgestellt werden. So konnte in positiven Interaktionsmustern eine geringere Gefäßverengung und niedrige Blutdruckwerte nachgehalten werden. (Frisch et. al., 2016, S.64)
 

Männer vers. Frauen
Es gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Daten in Bezug auf die Wirkung von positiven und negativen Interaktionen auf die Gesundheit – auch bezogen auf die Unterschiede zwischen Männern und Frauen. In der hier nur kurz vorgestellten Studie von Frisch et. al. „Einfluss von Paarinteraktion auf die Gesundheit. Implikationen für die Psychotherapie“ ist aber eine Sache sehr interessant, die ich Ihnen näherbringen möchte. So zeigen Männer positive Reaktionen in Stresssituationen, vermindern also ihren subjektiven Stress, wenn sie von ihrer Partnerin verbale Unterstützung erhalten. Dies konnte bei Frauen so nicht festgestellt werden. Hier konnten Stresspuffereffekte nachgewiesen werden, wenn die Frau vor der Stresssituation von ihrem Partner eine Nackenmassage erhalten hat. Grundsätzlich vermindern körperliche Berührungen die Stressreaktion und dienen damit als Stresspuffer.
 
Für den Alltag bedeutet dies:
 
1. Liebe Frauen. Schenkt den Männern ein offenes Ohr und viel Aufmerksamkeit.
 
2. Liebe Männer. Schenkt euren Frauen liebevolle und zärtliche Berührungen.


Was können Sie jetzt für sich mitnehmen?
Ich denke, es wäre ohne weiteres noch möglich, eine Vielzahl von Beispielen aufzuzeigen, die belegen, dass die Qualität der Partnerschaft einen Einfluss auf die Gesundheit des Einzelnen hat. Die Effekte werden wahrscheinlich mal mehr oder weniger stark ausgeprägt sein – aber sie sind vorhanden. Wenn Sie ehrlich sind, belegt die Wissenschaft hier nur, was die Allgemeinheit schon lange wusste. Wer positive Unterstützung in seiner Partnerschaft erfährt, fühlt sich besser, stärker und kann äußere Stressoren leichter bewältigen. Wer auch in seinen heimischen vier Wänden nur Ärger und Stress wahrnimmt, fühlt sich eher allein und kann mit den Anforderungen der Umwelt nur schlecht umgehen. Dass dies einen Einfluss auf das Gesundheitsverhalten und die Gesundheit hat, leuchtet doch irgendwie ein. Die Wahrscheinlichkeit, zu stressreduzierenden Substanzen (Alkohol, Medikamente etc…) zu greifen steigt doch, wenn die soziale Unterstützung fehlt.

 
Auf was sollten Sie daher achten
Signalisieren Sie Ihrem Partner/Partnerin Ihre volle Solidarität und Unterstützung. Die Botschaft muss lauten „Ich bin für Dich da!“. Sorgen Sie dafür, dass die Kommunikation, also die Art, wie Sie miteinander sprechen, sich begegnen, sich berühren… immer geprägt ist von Wertschätzung und Anerkennung. Schaffen Sie positive Interaktionen. John Gottman, ein amerikanischer Paartherapeut, hat die 5:1 Regel aufgestellt. Wenn Sie miteinander in Kontakt treten, dann sorgen Sie dafür, dass im Verhältnis 5:1 positive Interaktionen stattfinden. Schenken Sie Ihrem Partner/Partnerin fünfmal ein positives Gefühl (Sie wissen nicht wie? – Dann werden Sie kreativ oder sprechen darüber „Schatz, wie kann ich es schaffen, Dein Herz zu berühren?“) Wenn Ihnen das gelingt, kann es auch einmal richtig schief gehen. Ihre Beziehung wird es dann wohl aushalten.
 
Das Wichtigste ist aber: Je positiver Sie ihre Beziehung gestalten und je tiefer sie füreinander da sind, desto mehr tun Sie auch für Ihre eigene Gesundheit. Das ist doch toll. Es stimmt also: Das einzige, was mehr wird, wenn man es teilt, ist die Liebe.
 
 
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit
 
 
Lars Steinig
 
Psychologe (Angewandte Psychologie B.Sc.)
   



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