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Lernen Sie die fünf Stressverstärker kennen

Eheberatung, Paartherapie Kreis Borken und Oberhausen
Veröffentlicht von Lars Steinig in Eheberatung · 11 September 2019
Die fünf Stressverstärker
 
Stress ist als Dauerzustand für das körperliche und seelische Wohlbefinden nicht gut. Anhaltender Stress verursacht bei Paaren nicht nur eine verzögerte Wundheilung, sondern bewirkt viel mehr. Stress kann dabei auf drei unterschiedlichen Ebenen betrachtet werden. Die eigenen Motive, Einstellungen und Bewertungsmuster spiegeln dabei eine dieser Ebene wider. Welche Grundhaltungen sich hier verbergen und wie sie sich äußern  erfahren Sie hier.

 
Die drei Ebenen des Stresses
 
Stress ist nicht gleich Stress. Das unterschieden werden kann zwischen „gutem Stress“ und „schlechtem Stress“ ist ja bereits hinreichend oft beschrieben worden. Grundsätzlich lässt sich Stress auf drei Ebenen betrachten.
 
Da wären zunächst die Stressoren. Unter Stressoren können Sie alle Impulse verstehen, die von außen auf Sie einströmen. Das kann sowohl der Baulärm auf der Straße sein wie auch die Anforderungen im Beruf oder die Daueraufgabe Kindererziehung.
 
Die zweite Ebene betrifft die Ebene der körperlichen und psychischen Reaktionen. Diese können aus den Stressoren resultieren- müssen es aber nicht. Schwitzige Hände, unruhig Finger und Füße, angespannte Schultern, ein erhöhter Herzschlag oder der Nachweis von Stresshormonen im Blut oder eine geringe Konzentrationsfähigkeit können typischerweise beobachtet werden.
 
Die dritte Ebene betrifft die Ebene der Bewertung. Nicht jede Situation ist für jeden gleichbedeutend mit Stress. Während der Eine die Situation als Herausforderung betrachtet und sich freut, fühlt sich der Andere bereits massiv unter Druck gesetzt. Die Situation an sich kann hier also nicht als Stressauslöser identifiziert werden. Vielmehr sind es die eigenen Gedanken, Motive, Erfahrungen… die mit der Situation in Verbindung gebracht werden, die den Stress letztendlich auslösen.
 
Welche dieser drei Ebenen bei Ihnen dominiert können Sie sehr leicht herausfiltern.
 
Ergänzen Sie einfach folgende Sätze bis Ihnen nichts mehr einfällt:

 
·         Ich gerate in Stress, wenn…. (Betrachtung der Stressoren)
 
·         Wenn ich im Stress bin, dann… (Betrachtung der physischen und psychischen Reaktionen)
 
·         Ich setze mich selbst unter Stress, indem (Betrachtung der eigenen Motive…)

 
 
Doch wie damit umgehen?
 
Stress sollte eigentlich immer vermeidbar sein. Im Idealfall schalten Sie die Stressoren ab. Schließen bei Baulärm also das Fenster oder wechseln das Büro und melden beim Arbeitgeber die Überforderungssituation und bitten um Unterstützung. Verschwindet der Stressor, verschwindet auch der Stress. Wenn es sich so einfach umsetzen lässt, sollten Sie nicht zögern eine Veränderung in Gang zu bringen. Leider ist es meist nicht so einfach. Die Daueraufgabe Kindererziehung können Sie nicht einfach abstellen. Bleiben wir nur bei der Betrachtung der drei Ebenen, haben Sie zwei Möglichkeiten sich zu positionieren.
 
Sie können zunächst analysieren, welche körperlichen Reaktionen Sie zeigen und bewusst gegensteuern. Hier kommen die klassischen Entspannungsverfahren ins Spiel. Das Autogene Training, die Progressive Muskelentspannung, Biofeedbackverfahren, Atemübungen, Tai-Chi, Qigong, Yoga u.v.m.
 
Welches dieser Verfahren Sie für sich nutzen möchten, spielt dabei zunächst keine Rolle. Wichtig ist nur, dass Sie Spaß daran haben es zu lernen. Als groben Hinweis können Sie vielleicht folgendes mitnehmen: Je körperorientierter Sie sind, desto eher eigenen sich körperliche Entspannungsverfahren und je kopforientierter Sie sind, desto eher eigenen sich Entspannungsverfahren wie das Autogene Training oder Biofeedback.
 
Die Entspannungsverfahren insgesamt bewirken eine Verbesserung der körperlichen Reaktionen auf Stress.
 
Dominieren bei Ihnen allerdings stressauslösende Gedanken, macht es Sinn, sich die einzelnen Motive und Einstellungen genauer anzusehen und diese bewusst zu verändern. Dies ist in der Regel ein höchstindividueller Prozess.
 
Dennoch gibt es fünf typische Stressverstärker. Vielleicht finden Sie sich ja wieder.

 
Die fünf typischen Stressverstärker
 
Die folgenden Stressverstärker sind folgendem Buch entnommen: Kaluza, G. (2015). Gelassen und sicher im Stress – das Stresskompetenz-Buch: Stress erkennen, verstehen, bewältigen. 6. Auflage. Springer-Verlag. Berlin Heidelberg.
 
Man kann es kaum besser beschreiben, daher kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen.

 
Sei perfekt
Hintergrund ist das Leistungsmotiv, der Wunsch nach Erfolg und Selbstbestätigung. Ist dieser Stressverstärker dominant, werden vor allem solche Situationen als Stress wahrgenommen, in denen Misserfolg, Versagen und eigene Fehler möglich sind. Schwierig wird es, wenn als Leistungsmotiv in alle Lebensbereiche hineinragt. Dies führt zwangsläufig zur Überforderung und Erschöpfung.
 
Sei beliebt
Hintergrund ist das Anschlussmotiv. Hier versteckt sich der Wunsch nach Anerkennung, Zugehörigkeit und Angenommensein und Liebe. Ist dieser Stressverstärker dominant, so werden vor allem Situationen als Stress empfunden, in denen es zu Zurückweisungen kommen kann. Als Stress wird aber auch erlebt, wenn die eigenen Interessen vertreten werden sollen, Grenzen gesetzt werden müssen oder andere enttäuschen werden. Es wird versucht es allen recht zu machen.

Sei unabhängig
Hintergrund ist das Autonomiemotiv. Hier versteckt sich der Wunsch nach persönlicher Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. Ist dieser Stressverstärker dominant, so werden vor allem Situationen als Stress empfunden, in denen die eigene Abhängigkeit und Hilfsbedürftigkeit deutlich wird. „Verlässt man sich auf andere, ist man verlassen“ spiegelt es am ehesten. Dies führt zwangsläufig zu einer Überforderung und Erschöpfung.
 
Behalte Kontrolle
Hintergrund ist das Kontrollmotiv. Hier versteckt sich der Wunsch nach Sicherheit im und Kontrolle über das Leben. Ist dieser Stressverstärker dominant, so werden vor allem Situationen als Stress empfunden, in denen ein Kontrollverlust, Fehlentscheidungen oder Risiken möglich sind. Da nicht oder nur schlecht delegiert werden kann und Vertrauen eher Mangelware ist, geraten auch diese Menschen schnell in eine Überforderung und Erschöpfung.

Halte durch
Hintergrund ist das Streben nach Lustgewinn und Unlustvermeidung, was allerdings nicht sehr dominant ausgeprägt ist und vielmehr unterdrückt wird. Der Grundsatz lautet: Durchhalten, Zähne zusammenbeißen, da muss man eben durch, nicht aufgeben, ich bin doch kein Umfaller.
Dies kann dazu führen, dass man sich keine Pausen gönnt, an unrealistischen Zielen festhält, die eigenen Grenzen nicht mehr wahrnehmen kann oder sie nicht akzeptiert. Auch dies führt auf Dauer betrachtet zur Erschöpfung.


Die Dosis macht das Gift
 
Wahrscheinlich können Sie sich einigen Stressverstärkern zuordnen. Das ist völlig normal. Nicht der Stressverstärker an sich ist das Problem, sondern die dominante Ausprägung - der Extrempol. Erwischen Sie sich dabei, dass Sie einen dieser Stressverstärker wie eine Lebensgrundhaltung vor sich hertragen, sollten anfangen das einmal zu reflektieren. Die Reflexion und Veränderung der Bewertung stressauslösender Situationen und die Reflexion und Veränderung der Stressverstärker können eine Menge an Stress reduzieren.
 
Wenn Sie beachten, dass das Denken, Fühlen und Handeln untrennbar miteinander verknüpft sind, so können Sie über die körperlichen Entspannungsverfahren und über die Denkmuster einen positiven Einfluss das Stressempfinden nehmen.
 
Gelingt Ihnen das nicht selbständig, so freue ich mich auf Ihren Kontakt.

 
Lars Steinig
(Psychologe – Angewandte Psychologie B.Sc.)
 
 

Literatur
Kaluza, G. (2015). Gelassen und sicher im Stress – das Stresskompetenz-Buch: Stress erkennen, verstehen, bewältigen. 6. Auflage. Springer-Verlag. Berlin Heidelberg.



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